1910
Einweihung des Bismarckturmes
Am Sonntag, den 21. August 1910 wird auf der "Hohen Lay" bei Bad Bertrich der Bismarckturm eingeweiht.
Auf Initiative der Eifelverein-Ortsgruppe Bad Bertrich am 30.Juni 1908 hat ein Komitée unter der Leitung der Königlichen Badeverwaltung in kürzester Zeit genügend Geld gesammelt, dass im gleichen Jahr noch mit dem Bau begonnen werden kann. Schon am 05. August 1908 ist Grundsteinlegung, nach zweijähriger Bauzeit dann die Fertigstellung.
Weiteres kann man auf der interessanten Website von Jörg Bielefeld aus Menden nachlesen.
1906
Der "Krelbergweg" wird fertiggestellt
1906 wird der Hangweg angelegt, der oberhalb des Römerkessels vom Haus Arndt (heute "Klinik am Park") über die Krellay und Hohelay zum Erdenbachtal führt und dort in die Kennfuser Chaussée mündet.
Im Jahresbericht des Eifelvereins steht unter Bertrich: Mitgl. 41 (+12). Vorst. unverändert. Vereins-Haupt- und Nebewege sind durch den V.-V. (= Verschönerungs-Verein) bezeichnet, desgl. die örtl. Wanderwege. 2 Orientierungstafeln über örtliche Wanderwege; 3 neue Ruhebänke wurden aufgestellt. Gemeinschaftlicher Ausflug nach Waldfrieden-Marienburg. Lichtbilds(chau). 1 Gen(eral)vers(ammlung). 4 Vorst(ands)-Sitzungen Vertreten in Vianden. Einmal im E.-V.-Bl(att) berichtet.
In der Juli-Ausgabe des Eifelvereinblattes erscheint unter der Überschrift "Bad Bertrich. Eine Naturskizze aus der Eifel" ein Artikel der Schriftstellerin Emmi Elert, Gattin des Badekommissars Bruno Elert und langjährige Freundin der Schriftstellerin Clara Viebig.
1905
Jahresrückblick und Mitgliederentwicklung 1905
1905 stellt der Vorsitzende Dr. Kaufmann In seinem Jahresbericht bedauernd "die geringe Zahl von Mitgliedern in den besuchten, von Fremden und Touristen häufig überfluteten Badeorten und Sommerfrischen der Eifel" fest. Dies belegen zusätzlich die Vergleichszahlen zu 1902 mit Mitglieder-Rückgängen in den erwähnten Orten im Vergleich zu starken Zuwachsraten bei anderen Ortsgruppen.
In diesem Jahr werden erstmals die Namen sämtlicher gemeldeten Mitglieder und Neumitglieder des Eifelvereins in den Eifelvereinsblättern veröffentlicht. Die Ortsgruppe Bad Bertrich kann eine erfreulich hohe Zuwachsrate an Neuzugängen nachweisen, unter denen verhältnismäßig viele Gäste und Nicht-Gewerbetreibende im Vergleich zu den "Alt-Mitgliedern" zu verzeichnen sind.
1904
Jahreshauptversammlung in Wittlich
Auf der Hauptversammlung des Eifelvereins 1904 im Kaisersaal des Hotels "Kaiserhof" (heute: "Deutsches Haus") in Wittlich ist Bad Bertrich durch seinen Vorsitzenden Otto Pitz vertreten. Bad Bertrich hat für 1903 22 Mitglieder gemeldet.
1902
Neuartige Bahnverbindung von Bullay nach Bad Bertrich geplant
Im Eifelvereinsblatt vom September 1902 wird von dem Plan berichtet, eine gleislose elektrische Bahn von Bullay nach Bad Bertrich zu errichten. Ein Vorbild ist die "Gleislose Motorbahn mit elektrischer Oberleitung", die in der Sächsischen Schweiz seit 1901 Königstein mit dem Kurbad Königsbrunn verbindet.
(Die Bilder zeigen zeitnahe Einsätze solcher "Oberleitungs-" oder "O-Busse".)
1900
Bestand des Eifelvereins zum Jahreswechsel 1899/1900
Im Eifelvereinsblatt vom Januar 1900 wird der Bestand des Eifelvereins zum Ende des Jahres 1899 veröffentlicht mit den Namen
des Ehrenvorsitzenden
der Ehrenmitglieder
des Hauptvorstandes
der Vorsitzenden der Ortsgruppen
Außerdem wird die Mitgliederzahl der einzelnen Ortsgruppen aufgeführt.
Bad Bertrich hat zu dieser Zeit dreißig Mitglieder. Vorsitzender ist der Postverwalter Pitz.
1898
Clemens-Wenzeslaus-Höhe
In den Jahren 1897/98 wurde ein Bruchsteinbau auf der Clemens-Wenzeslaus-Höhe erstellt,
einem wahrscheinlich schon seit lägerer Zeit bestehenden Aussichtspunkt, der seinen Namen dem großen Gönner Bad Bertrichs und letzten Kurfürsten von Trier verdankte.
1897
Der "Hohenzollernturm"
Nach der in das Jahr 1896 fallenden Fertigstellung des von den Zeitgenossen
als "Aussichtstempel Hohenzollern" bezeichneten Hohenzollernturms, wie er heute genannt wird, erfolgt anläßlich des hundertjährigen Geburtstages Kaiser Wilhelms I am 22. März 1897 die feierliche Einweihung.
1895
Weiterführung des Weges
Der 1894 erstellte Weg wird von der "Kennfuser Allee" weitergeführt über die Kuckuckslay und die Hermannshöhe bis zum Schwanenweiher.
Auf einer Wanderkarte von ca. 1910 sind die Wege eingetragen und die Aussichtspunkte gekennzeichnet. Die meisten von ihnen existieren heute noch, manche aber mit anderem Namen (siehe Kuckuckslay), die Namen anderer kennt heute kaum ein Einheimischer (z.B. Leroy's-Höhe), wieder andere sind verschwunden oder zerstört -wie die Friedrichshöhe.
1894
weitere Wanderwege und -Ziele werden fertiggestellt
Auf der Enters- oder Nantersburg im malerischen Tal der Üß wird ein Aussichtsturm errichtet, der im Gedenken an den langjährigen, um den Badeort hochverdienten Badeinspektor (=Kurdirektor) Hauptmann Steffens den Namen "Steffenswarte" erhält.
Ein Wanderweg mit dem Aussichtspunkt "Marthashöhe" wird angelegt. Er verbindet den alten Weg von Bertrich nach Kennfus, der an der Viktoriahöhe vorbeiführt, mit der alten Bergstraße von Alf nach Kennfus, der sog. "Kennfuser Chaussée".
1893
Ein Jahr nach Gründung des Verschönerungsvereins
Die "Wilhelmshöhe" oberhalb der Mullischwiese wird angelegt und durch einen Pfad bequem zugänglich gemacht
Bau einer massiven Schutzhütte auf der "Falkenlay"
Anlage eines Pavillons auf der Viktoriahöhe
1892
Gründung des Verschönerungsvereins Bad Bertrich
Im Jahr 1892 gründen Kurgäste von Bad Bertrich den Verschönerungsverein, dessen Motto lautet: "Von den Gästen für die Gäste". Der Verschönerungsverein stellt in den Folgejahren zusammen mit der Preussischen Badeverwaltung die finanziellen Mittel zur Verfügung für die Anlage etlicher zusätzlicher Wanderkilometer und Ausführung zahlreicher Baumaßnahmen.
Im Gegenzug stellen die Bertricher Hoteliers und Gastronomen als Mitglieder des Eifelvereins in der Nebensaison ihr Personal für die Arbeiten zur Verfügung und packen selbst mit Rat und Tat zu.
In Bad Bertrich wird dargestellt, was Dronke in seinem Jahresbericht von 1889 richtig (vorher-)sieht:
Die finanzstarken Gäste schaffen sich als Verschönerungsverein ihre persönliche Idylle
Bad Bertrich kann als Ortsgruppe des Eifelvereins die Ressourcen der Natur optimal nutzen
1891
Erster Wanderweg vom Eifelverein angelegt
Im "Bertricher Badeblatt" Nr. 28, Blatt 2 vom 20. September 1891 wird unter der Rubrik "Durchgeführte Verschönerungsmaßnahmen" u.a. festgehalten: "Bergpfad, neu gebaut durch den Eifel-Verein und die Gemeinde, wodurch ca. 20 Klmtr. Promenadenwege excl. Strassen zur Verfügung stehen, ..."
1889
Gründung der Ortsgruppe Bad Bertrich
Ein Jahr nach Gründung des Hauptvereins wird auch die Ortsgruppe Bad Bertrich ins Leben gerufen, wie aus dem hier auszugsweise veröffentlichen "Bericht des Vorsitzenden über die Thätigkeit des Eifelvereins im Jahre 1889" hervorgeht.
1888

In Bad Bertrich wird der Eifelverein gegründet
Im Jahr 1888 wird in Bad Bertrich unter der Leitung des Trierer Gymnasialdirektors Adolf Dronke der Eifelverein gegründet. Dronke wird der erste Vorsitzende und bleibt es bis zu seinem Tod 1898.n







